Gold als Kapitalanlage

Von der Antike bis zu Beginn des 20 Jahrhunderts wurde Gold vorrangig zur Herstellung von Münzen für den Zahlungsverkehr verwendet. Besitzern von Gold wurde oftmals sogar vom Gesetz das Recht zugestanden, vorhandenes Gold bei staatlichen Notenbanken und Prägestellen in kursfähiges Geld zu tauschen. Gold war daher von jeher Ausgangsmittel für Geld , eine getätigte Kapitalanlage in Gold eine sichere Anlage in liquide Mittel und weit verbreitet. Auch nach seinem Bedeutungsverlust infolge der Weltkriege blieb die Verwendung von Gold als Geldanlage erhalten, was nicht zuletzt an seiner Wertaufbewahrungsfunktion liegt.

Im März 1968 endete die internationale Goldpreisbindung für Privatpersonen von 35 $ je Feinunze. Seither kann der Wert des Goldes frei schwanken und mit einer entsprechenden Kapitalanlage für Spekulationsgewinne und -Verluste sorgen. Goldanlagen waren wegen der Inflationsrate besonders in den 70ern beliebt. Der Bedeutungsverlust der darauf folgenden 2 Jahrzehnte ist insbesondere auf die steigende Attraktivität anderer Anlagen wie beispielsweise Aktien zurückzuführen. Mit dem Ausbruch der Finanz- und Wirtschaftskrise 2007 erlebte die Kapitalanlage Gold eine Renaissance. Heute sind Investitionen typischerweise bei steigendem Goldpreis zu beobachten und zeigen den Willen zu Profit oder Absicherung und Werterhalt von Kapitalanlagen aus Sorge vor einer möglichen kommenden Inflation und Deflation.

Physisches Gold oder Wertpapier

Anlagen erfolgen heutzutage meist in Form von physischem Gold mit Barren und Münzen. Alles über den Goldkauf  finden Sie bei uns. Eine Studie der Steinbeis Research Center for Financial Services aus dem Jahre 2011 zeigt auf, dass sich 88% der Privatpersonen für die Kapitalanlage in Form von Goldbarren und Goldmünzen entscheiden. Lediglich 12 % von ihnen bevorzugen goldbezogene Wertpapiere.

Möglich ist also auch die Investition in Aktien von Goldminenunternehmen als Anteilscheine, sogenannte Goldaktien. Profitiert wird hier direkt von den steigenden Goldpreisen, da mit der Aktie ein Anteil an der Minengesellschaft selbst erworben wird und diese über fördernde Produktionsstätten verfügen.

Risiken auch bei Goldanlagen

Grundsätzlich ist bei jeder Anlage ein gewisses Marktrisiko zu tragen. Bei Goldanlagen also der eintretende Wertverlust im Fall eines sinkenden Goldpreises. Hinzu kommt das teils auftretende Eigentumsrisiko in Bezug auf die Verwahrung des Goldes oder auch Kontrahentenrisiko hinsichtlich unterschiedlicher Anbieter. Durch die Abhängigkeit des Goldpreises vom US Dollar sollte auch das Währungsrisiko nicht außer Acht gelassen werden. Bei Anlagen in Aktien von Goldminenbetreibern kommen sogar noch strategische und operative Unternehmensrisiken wegen mangelnder Unternehmensführung oder unzureichendem Risikomanagement hinzu und müssen vor einer Goldinvestition unbedingt abgewägt werden.

Goldanlagen erfolgen in der Regel dann, wenn das Vertrauen in andere Anlagestrategien verloren geht und der Kaufkraftverlust des Angesparten gefürchtet wird. Gold als Rohstoff wirft keine Rendite ab und Investitionen in das Edelmetall erfolgen in der Regel aufgrund der Spekulation auf eine Preissteigerung beim Wiederverkauf.